Am Samstag, den 10. Oktober machten sich die mutigen Bewohnenden von Mittelerde auf die Reise zum Eisenberg. Mit einer rekordverdächtigen Anzahl von 55 Teilnehmenden ging es um 11 Uhr morgens zur Ferienfreizeit in Kirchheim.
Nach den bekannten 3 Stunden Fahrt mit einer Pause in Göttingen kamen wir an unserem Gehöft, dem Löscherhof an. Daraufhin folgte einige Zeit des geschäftigen Auspackens und anschließend der Lagerrundgang mit Feuerholz sammeln. Schon vor der Dämmerung wurden ganze abgestorbene Bäume herangeschleppt, zersägt und zerhackt.

Nach einem stärkenden Abendessen kam uns auch schon der Zauberer des Eisenbergs, Oldalf, am frisch entzündeten Lagerfeuer besuchen. Die Freude war nur von kurzer Dauer, denn ohne viel Geraschel im Gebüsch sprangen vier Orks hervor, bewaffnet mit Poolnudeln, bereit den Eisenberg einzunehmen. Oldalf konnte sie mithilfe seines Zauberdiadems vertreiben, jedoch zerbrach das Artefakt dabei und verlor seine Zauberkraft.

Am Sonntag suchten wir also nach einer großen Runde Capture the Flag den Schmied Pierre mit seinem Gehilfen Dolle auf, um das Schmuckstück begutachten zu lassen. Leider konnte uns der Schmied nicht weiterhelfen, da ihm das nötige Metall Mithril fehlte. Dieses könnten wir jedoch bei den Elben besorgen. Die Waldelben mussten uns allerdings mitteilen, dass ihnen das Mithril von Orks geklaut wurde. Sie könnten es nicht selbst beschaffen, aber sie würden uns in einem Parkour dazu ausbilden, es zurückzustehlen. Also machte sich die Gefolgschaft auf in den Wald, wo alle den Parkour durchlaufen mussten, um bestens auf die Mission vorbereitet zu sein.
Am darauffolgenden Tag wurde das Mithril dann in einer Gruppenaktion zurückgestohlen und der Schmied konnte das Diadem wieder reparieren, jedoch ohne Zauberkraft. Oldalf fand in seiner Bibliothek den nötigen Zauberspruch mit drei Zutaten, die es zu besorgen galt. Das Wetter war an diesem Tag auch noch so fantastisch, dass einige der abgehärtetsten Teilnehmenden sich in den eiskalten Badesee getraut haben. Der Abend klang noch mit einer Runde Stockbrot ums Lagerfeuer aus.

Dienstag gab es auch direkt die heißersehnte Wanderung in den Nachbarort Oberaula, um die Süßigkeitenvorräte aufzufüllen und die erste Zutat des Zauberspruchs zu organisieren. Zum Abschluss des Tages gab es noch einen gemütlichen Kinoabend, wo auch schon erste Chips- und Gummibärchentüten vernichtet wurden.
Mittwoch wurde mit den Hochelben (nicht zu verwechseln mit den Waldelben) die zweite Zutat, die Wunschbuchenblüten, gesammelt. Hierfür mussten zwei Brücken über Gräben errichtet werden, die auch alle Teilnehmenden einmal überqueren mussten. Leider spielte das Wetter nicht besonders mit, weshalb der Nachmittag etwas ruhiger mit Brettspielen und Bastelei verbracht wurde. Gegen Abend nach dem Grillen verkündete Oldalf, dass die letzte Zutat im Wald zu finden sei. Bei hereinbrechender Dunkelheit, mit Fackeln gewappnet, machte sich die Gemeinschaft auf den Weg, um auch die letzte Zutat, einen rosafarbenen Stein namens Amaranth zu finden. Nach einer weiteren Begegnung mit den Orks, wo sie von Waldelben gerettet wurden, kamen alle heil wieder im Gehöft an, nun mit allen drei Zutaten.
Zitat David (aka einer der Waldelben): „Am meisten in Erinnerung bleibt mir wahrscheinlich die Nachtwanderung (und das befreiende Gefühl, Fackeln zu schwenken). Außerdem in Erinnerungen bleiben wird, dass das mein erstes Kirchheim war, in dem ich eine feste Rolle hatte.“

Vor der großen Schlacht am Donnerstag Morgen verzauberte Oldalf mithilfe von allen noch das Diadem und es kam zu der großen Schlacht in der Turnhalle, mit Hoch- und Waldelben, dem Schmied und seinem Auszubildenden, Oldalf und natürlich der wackeren Gemeinschaft. Nach einer ausgiebigen Runde Zombieball, bei der letztendlich die Orks besiegt waren, konnte mit einer großen Runde tanzen und Fangen spielen gefeiert werden. Der Nachmittag galt dann dem Vollenden der Turniere mit einem spannenden Finale im Vier gewinnt und Schnick-Schnack-Schnuck, moderiert von Olli Gottschalk, der auch die anschließende Sendung „Wetten, dass…“ mit einigen spannenden Wetten wie einen Häkel-Wettbewerb zwischen Bendix und Joanna, dem alljährlichen Liegestützwettbewerb zwischen Haus 1 und 2 und als letztes, die „Küss den Frosch“ Wette moderierte.

Zitat Nils (aka ein Ork in der großen Schlacht): „Kirchheim 2026 war richtig toll und hatte es viel schwerer als 2025, weil ich jetzt zum 2. mal dabei war und die Erwartungen an eine spektakuläre Woche im Vorfeld natürlich entsprechend hoch waren. Aber: ich wurde nicht enttäuscht. Es ist so schön in großer Gemeinschaft man selbst sein zu können, sich jeden Tag an der Säge und auf dem Sportplatz auspowern zu können und sich generationsübergreifend näher kennenzulernen.“
geschr. v. Lena
